Kunst in der Praxis: Christine Anne Frankenfeldt

Gedanken auf Baumwolle...

Die ersten Gehversuche in Sachen "Kunst" machte ich mit einem simplen weissen Papier und Kreide. Das ist etwa 20 Jahre her. Seit dem führten Malversuche über Seidenmalerei (wo unzählige Kravatten und Seidenfoulards hinhalten mussten), Glasunterlagen und Karton zu meiner favorisierten Matrix, der auf Holzrahmen aufgespannten Baumwolle. Dieses Material lässt sich hervorragend mit Oel- oder Acrylfarbe "malträtieren" und bringt die Farben in ihrer vollsten Leuchtkraft zur Geltung.

Inspiriert werde ich durch das tägliche Leben. Eindrücke während der Arbeit, Erlebnisse in der Natur oder einfach durch einen Blitzgedanken. Wie so oft funktioniert auch das nicht "auf Befehl". Wenn mich also jemand um ein Bild bittet, braucht das seine Zeit, denn ich muss das Resultat vor meinem geistigen Auge sehen können. So sind auch schon Bilder mitten in der Nacht entstanden, weil eben genau dann die richtige Idee kam.

Die Malerei hat für mich auch eine gewisse "psychotherapeutische" Funktion. In unserer heutigen, oft sehr gehetzten Zeit, ist diese eine gute Methode, den Alltagsdruck abzugleichen. Farben, Formen, Fantasie, dies alles auf einem Stück Stoff darzustellen, bedeutet für mich Entspannung und Auftanken in einem.

Dank der Grosszügigkeit von Wouter Harmeling und Team habe ich jetzt die Möglichkeit, meine Bilder einem grösseren Publikum zeigen zu können, wofür ich mich herzlich bedanke.

Christine Anne Frankenfeldt, Uerikon

Bild Sternschnuppe

Acryl auf Baumwolle, 50x100 cm

Bild Herbst

Acryl auf Baumwolle, 80x120 cm