Interview Pascal Jenny, Handballer, Grashopper Club Zürich

Name

Pascal Jenny

Geburtsdatum

23. März 1974

Zivilstand

ledig

Beruf

lic. oec. publ. und Handballer

Jetziger Club

Grasshopper Club Zürich

Seit

2002

Sportliche Karriere TV Suhr, Kadetten Schaffhausen,
Grasshopper Zürich für Schweizer A-Nationalmannschaft
   

(November 2003, von Cor van Wijk)

Cor van Wijk: - Pascal Jenny, vor drei Monaten hast du dich verletzt und musstest von Dr. H. Bühlmann operiert werden. Kannst du kurz deine Verletzung beschreiben.

Pascal Jenny: Kreuzbandriss, Seitenbandriss, Meniskus- und Knorpelschaden am rechten Knie.

- Wie geht es dir jetzt mit deiner Verletzung?

Ich fühle mich schon viel besser. Ich habe zwar ziemlich an Muskelmasse am rechten Oberschenkel verloren, doch habe ich keinerlei Schmerzen mehr.

- Was ist genau passiert?

Im Meisterschaftsspiel gegen den TV Suhr habe ich eine Drehtäuschung (Drehung um die Eigene Achse und den Gegenspieler) gemacht und bin dabei mit dem Schuh am Boden haften geblieben. Zudem erhielt ich vom Gegenspieler einen Druckschlag auf den Rücken. Ich habe sofort gespürt, wie das Knie nachgegeben hat …..

- Was war das Schwerste in der Rehabilitation und zu welchem Zeitpunkt?

Das Schwerste waren die ersten beiden Wochen der Rehabilitation. Die Ohnmacht einfach keine „sinnvollen“ Bewegungen machen zu können war deprimierend. Ich hatte noch nie eine Verletzung von diesem Ausmass. Zu akzeptieren, dass es am Anfang sehr langsam aufwärts geht, war nicht einfach.

- Was fehlt dir noch bis zur vollständigen Genesung? Woran musst du noch arbeiten?

Hinsichtlich meinem Sport steht mir neben dem Krafttraining vor allem im Bereich „Koordination“ noch einiges an Arbeit bevor. Ich bin für die Schwerer der Verletzung sehr weit und stehe schon fast wieder in der Halle für spezifisches Handballtraining. Mir fehlt aber noch die Schnelligkeit und das 100% Vertrauen in das geheilte Knie.

- Du warst bei uns in der Physiotherapie. Wie hat es dir gefallen? Was fandest du gut und was hat dich gestört?

Gefallen hat mir die Ambiance, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aller Mitarbeiter. Ebenfalls gut sind die Möglichkeiten für den Kraftaufbau. Ich konnte/kann meine Defizite im Kraft- und Koordinationsbereich optimal beseitigen.
Die Tatsache, dass auch andere Sportler bei euch in der Physiotherapie sind, ist für den Erfahrungsaustausch wertvoll.
Die Zeit und Mühe, welche sich Cor mit mir genommen hat, war motivierend und oft auch Seelenbalsam in frustrierten und ungeduldigen Momenten während der Reha.
Ein wenig negativ ist vielleicht, dass zu Stosszeiten die Geräte lange besetzt sind.

- Wie sieht deine sportliche Zukunft aus? Was sind deine sportlichen Ziele?

Ich spiele bald wieder regelmässig für die Grasshopper in der höchsten Handballliga. Ganz der „Alte“ möchte ich spätestens im Januar 2004 wieder auf dem Handballfeld sein. Ich denke zwei Jahre werde ich noch dem Spitzensport noch weiter die Treue halten. Und in dieser Zeit ist das sportliche Ziel ganz klar den Schweizer Meister Titel nach Zürich zu holen.

- Pascal Jenny, wir danken dir für das Gespräch und wünschen dir gute Genesung und viel Erfolg bei deinem Sport.

Links

Grashopper-Club Zürich Handball